Ab welchem Alter kann mein Kind den Waldkindergarten besuchen?
Der Waldkindergarten nimmt Kinder ab 3 Jahren auf, sofern sie mit den Bedingungen im Wald gut zurechtkommen. Dafür könnt ihr gerne einen Schnuppertag vereinbaren.
Welche Betreuungszeiten bietet der Waldkindergarten an?
Unsere Betreuungszeiten sind von 8:00 bis 16:00 Uhr. Die Kinder können bis 8.15 Uhr auf unserem Platz bei den Erzieherinnen abgegeben werden und um 16:00 Uhr dort wieder abgeholt werden.
Was kostet der Waldkindergarten?
Die Betreuung im Waldkindergarten wird über einen Elternbeiträge von der Stadt Wittenberg erhoben.
Wie finanziert sich der Waldkindergarten?
Der Waldkindergarten ist eine öffentlich geförderte Kindertageseinrichtung.
Ist der Waldkindergarten ein normaler Kindergarten?
Der größte und hauptsächliche Unterschied zwischen dem Waldkindergarten und einem regulären Kindergarten ist, dass die Kinder den Tag nicht in einem Gebäude, sondern draußen im Wald verbringen. Abgesehen davon, gibt es mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede: Die Waldkinder singen, basteln, lesen Geschichten, feiern Geburtstage und Feste, spielen im Sand, erleben die Jahreszeiten und machen Ausflüge zu den verschiedenen Plätzen im Wald.
Werden die Kinder im Waldkindergarten auf die Schule vorbereitet?
Unsere Erzieherinnen sind regulär ausgebildet und arbeiten im Rahmen des Bildungs- und Erziehungsplans Sachsen-Anhalts, der auch die Schulvorbereitung von Kindergartenkindern vorgibt. Am Donnerstag bleibt die Gruppe auf dem Gelände, sodass an diesem Tag auch die Vorschule stattfinden kann. Inzwischen haben Psychologen auch untersucht, wie Waldkindern der Schulstart gelingt, und haben herausgefunden, dass sie sehr gut zurechtkommen und ihren Altersgenossen aus regulären Kindergärten in nichts nachstehen.
Sind die Kinder immer draußen? Was ist bei Regen oder Sturm?
Die Kinder sind jeden Tag und zu jeder Jahreszeit draußen im Wald. Wetterfeste Allwetterkleidung ist also Pflicht! Erfahrungsgemäß frieren die Waldkinder so gut wie nie, weil sie sich so viel bewegen. Für besonders ungemütliche Regentage und zum Aufwärmen während der kalten Jahreszeit steht den Kindern ein beheizbarer Container zur Verfügung, in denen auch Bastelmaterial und Spielsachen lagern. Stürme sind allerdings ein Problem: Ab einer gewissen Windstärke dürfen die Kinder nicht mehr in den Wald und ziehen in ihren Ausweichraum in der Kindertagesstätte Bienchen in Apollensdorf (Träger ist der Internationale Bund Wittenberg) um. Der Transport dorthin wird von Eltern und einem Fahrdienst gemeinsam organisiert.
Wo gehen die Kinder zur Toilette?
Den Kindern steht eine Toilette zur Verfügung bzw. wird ein Toilettengang im Wald ermöglicht.
Wo waschen die Kinder sich die Hände?
Der Waldkindergarten verfügt über zwei Waschbecken, sowie eine Waschschüssel. Im Wald wird eine Flasche mit Wasser mitgeführt. Die Kinder bringen je zwei Handtücher mit. Ein Handtuch verbleibt auf dem Platz und das andere wird in den Wald mitgenommen.
Gibt es im Waldkindergarten warmes Mittagessen?
Zum Mittagessen ist die Gruppe wieder auf ihrem Platz, wohin das Mittagessen auch geliefert wird.
Machen die Kinder Mittagsschlaf?
Die Kinder machen einen Mittagsschlaf und haben die Möglichkeit in Ihren Schlafsäcken und Hängematten bzw. Isomatten sich auszuruhen.
Wer kümmert sich um das Gelände und andere Aufgaben?
Alle Aufgaben neben der Betreuung der Kinder durch die Erzieherinnen und den Verwaltungsaufgaben werden ehrenamtlich vor allem von engagierten Eltern bewältigt. Dazu gehören zum Beispiel das pflegen des Außengeländes (Rasen mähen, Zaun streichen, Gartenarbeit etc.) Auch bei der Organisation von Festen sind die Eltern mit involviert. Damit der Waldkindergarten weiterhin ein Erfolg bleibt, sind die Mithilfe und Initiative aller Eltern gefragt!
Ist es im Wald gefährlich?
Auf unserem Waldgelände sind die Kinder keinen Gefahren ausgesetzt, denn es werden alle Sicherheitsvorschriften eingehalten. Aufgeschürfte Knie wird es im Rahmen des natürlichen Bewegungsdranges der Kinder natürlich aber immer wieder einmal geben. Zu den waldtypischen Besonderheiten gehören eigentlich nur Zecken. Diese treten nur gelegentlich auf und werden nach schriftlicher Erlaubnis durch die Eltern von den Erzieherinnen unmittelbar vor Ort entfernt. Alle „Vorfälle“ werden dokumentiert und den Eltern mitgeteilt.